Eisschnelllauf · Erfurt
Gunda Niemann-Stirnemann
Dreifache Olympiasiegerin. 19-fache Weltmeisterin. In den 1990er Jahren die international erfolgreichste Eisschnellläuferin – danach Trainerin.
Erfolge in Zahlen
- 8Olympische Medaillen, davon 3× Gold
- 19Weltmeistertitel (Mehrkampf und Einzelstrecken)
- 8Europameistertitel im Mehrkampf
- 98Weltcupsiege
- 19Gesamtweltcupsiege
- 19Weltrekorde*
* Davon 18 vom Weltverband ISU anerkannt; der Rekord über 10.000 Meter (1994) wird von der ISU nicht offiziell geführt. Quellen: Hall of Fame des deutschen Sports, Wikipedia.

Porträt
Spät angefangen. Lange vorn geblieben.
Gunda Niemann-Stirnemann, geboren 1966 in Sondershausen als Gunda Kleemann, kam erst 1983 zum Eisschnelllauf – nach Jahren in der Leichtathletik an der Kinder- und Jugendsportschule Erfurt.
Wenige Jahre später gehörte sie zur Weltspitze. Auf den langen Strecken über 1500, 3000 und 5000 Meter prägte sie ihren Sport mehr als ein Jahrzehnt lang: drei Olympiasiege, 19 Weltmeistertitel, 98 Weltcupsiege. 1992 gewann sie in Albertville über 3000 Meter die erste Goldmedaille einer deutschen Athletin nach der Wiedervereinigung.
Nach dem Ende ihrer Laufbahn 2005 wurde sie Diplom-Trainerin; 2020 berief sie die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft in ihre Trainerkommission.
Zur KarriereStationen
Drei Winter, die bleiben
- 1992
Albertville
Olympiasiegerin über 3000 und 5000 Meter, dazu Silber über 1500 Meter.
- 1998
Nagano
Drittes Olympiagold über 3000 Meter, zweimal Silber – und Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft bei der Schlussfeier.
- 2001
Salt Lake City
19. Weltmeistertitel und 18. Weltrekord: 6:52,44 Minuten über 5000 Meter.
In eigenen Worten
Zitat
„Bis heute freue ich mich unbändig über jeden einzelnen Sieg, jeden Titel und jeden gewonnenen Wettkampf.“
Diesen Satz habe ich von Ihrer früheren Website übernommen. Möchten Sie ihn so behalten, oder haben Sie einen Gedanken, der heute besser zu Ihnen passt?

Heute
Vom Eis an die Bande
Nach ihrem Diplom an der Trainerakademie Köln (2009) gab Gunda Niemann-Stirnemann ihre Erfahrung weiter – zuerst im Nachwuchskader, später am Stützpunkt Erfurt und für die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft.
Die Eisschnelllaufhalle in Erfurt trägt seit 2001 ihren Namen; 2019 wurde sie in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
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